Das Schulhaus

Die Röthenbacher können sich glücklich schätzen, dass der Umbau ihres Schulhauses so spät erfolgt ist. Dadurch wurde der ursprüngliche Charakter weitgehend erhalten. Anders war es in Schlottenhof, deren zweites (!), „neues“ Schulhaus aus dem Jahre 1903 dem Zeitgeist entsprechend von der Baugenossenschaft Arzberg umgebaut wurde, nachdem sie es 1968 erworben hatte.

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Bereits 1821, nachdem die Kinder aus Schlottenhof, Oschwitz, Dietersgrün und Rosenbühl in Privatzimmern, wie in anderen Dörfern unterrichtet worden waren, dachte man an ein eigenes Schulhaus. – Wie sich doch die Schicksale der verschiedenen Ortsteile in dieser Zeit  ähneln!

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Erst 1839 kam das Haus auf einem vom Rittergut abgetreten Platz an der Egerstraße zu stehen. Eine kleine Besonderheit: Um 1855 grub der damalige Lehrer Pültz im Schulgarten eigenhändig einen Pumpbrunnen, um die Wasserversorgung zu verbessern. 1887 wurde das bisher einstöckige Haus um ein Stockwerk erhöht, um dem Lehrer ein ordentliches Schlafzimmer zu ermöglichen.
Es sollte noch weitere 15 Jahre dauern, bis die Situaution der Schüler und Lehrer entscheidend verbessert werden konnte.
Wiederum auf Drängen der Regierung wurde nämlich 1903 wegen ständig steigender Schülerzahl (wie sich doch die Zeiten ändern) und zur

Einführung eines Abteilungsunterrichts durch zwei Lehrer ein stattlicher Schulhausneubau geschaffen. Wie man auf dem Bild oben sehen kann, gönnte man sich damals ein schönes, gut gegliedertes Gebäude mit einem kleinen, seitlich überstehenden Krüppelwalmdach. Ab 1952 diente es nach als Ausweichmöglichkeit für die Berufsschule Arzberg, da im Zentralschulhaus nicht genügend Räume zur Verfügung standen. Leider wurde es später in ein gesichtsloses Wohnhaus umgewandelt, das zurzeit zur Hälfte leer steht.

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Schlottenhof IV
Schulhaus April 2015